Shiatsu Blog

Auf dieser Seite möchte ich Artikel und Ideen sammeln, die thematisch zu Shiatsu, Gesundheit, TCM und Psychotherapie passen. Ich wünsche dir viel Vergnügen beim Schmökern und freue mich auf Rückmeldungen.

 

Anmerkung zur Anrede mit "du":

Die Anrede mit "du" überbrückt die Distanz, die üblicherweise entsteht, wenn man die Texte eines anderen liest. Wenn ich dich auf diesen Seiten mit "du" anspreche, dann möchte ich genau das. Denn unsere Seele reagiert am besten auf "du" statt auf "Sie".

Arbeit mit dem inneren Kind

Zur Befreiung des Sonnenkindes durch Freundschaft mit dem Schattenkind

Vollnarkose! Für viele eine angenehme Erfahrung. Da kann man sich ausruhen, während die Ärzte ihre Arbeit tun. Für mich das im März diesen Jahres eine Horrorvorstellung. Notwendig, weil der Meniskus war eingerissen. Aber angstbesetzt - warum eigentlich? Ich hatte schon mehrere OP hinter mir. Es war kein bleibender Schaden geblieben. Nur nach dem letzten Mal hatte ich mich monatelang schwach gefühlt.

 

Also wollte ich aktiv werden. Mein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Ergänzend zu Behandlungen mit Shiatsu und Homöopathie machte ich mich auf die Suche nach der Ursache der Angst in meinem Inneren. Hier halfen mir meine Erfahrungen aus der Integrativen Körperpsychotherapie (IBP). Rasch fand ich den Glaubenssatz, der bei einer OP in meiner Kindheit entstanden war: „Wenn ich eine Vollnarkose erhalte, hat mein Opa Angst um mich.“ Die dazugehörige Emotion hatte sich in mir eingebrannt. Daher konnte ich nicht anders als vor einer Wiederholung zu flüchten.

 

In der IBP gibt’s mehrere mögliche Strategien zur Bewältigung alter Verletzungen. Häufig wird eine gute Eltern-Botschaft gewählt, d.h. ein Satz, den die Bezugspersonen dem Kind hätten sagen müssen. Ich entschied mich, eine für mich passende zu finden und mit einem heilenden Bild zu kombinieren. Ich nahm immer, wenn die Panik vor der Vollnarkose spürbar wurde, mein inneres Kind in die Arme und sagte zu ihm: „Du kannst mir vertrauen. Ich schaue auf dich.“ Wichtig ist dabei, den Satz nicht nur nachzuplappern, sondern auch das Gefühl, in diesem Fall des Vertrauens, mit allen Sinnen zu erleben. Durch die Wiederholungen entsteht eine neue Spur im Gehirn, der die Gefühle folgen. Bei Angst brauche ich nicht mehr dem gewohnten Gedanken der Angst zu folgen, die wie eine Autobahn im Kopf die Vernunft verdrängte. Das Ergebnis: bereits ein paar Stunden nach der Vollnarkose fühlte ich mich fit und gesund.

 

Der Zusatzbonus: Die Wiederholungen wirken im Alltag nach. Jetzt profitiere ich vom Vertrauen, dass ich mir im März geholt hatte.

 

Manche Glaubenssätze wirken so stark, dass sie unser Leben ständig im Griff haben. Was liegt näher, als zu den Ursachen zu gehen? Was gibt’s einfacheres, als in die Kindheit zu schauen?

 

Heilung passiert

-        auf verschiedenen Ebenen z.B. bewusst und unbewusst

-        in unterschiedlichen Phasen z.B. Kind-Ich und Erwachsenen-Ich

-        mit unterschiedlicher Ausdauer und Intensität z.B. geht sie schneller voran, wenn es uns insgesamt gut geht und wir bei Problemen im Alltag leicht auf unsere Ressourcen zugreifen können. Die Ressourcen, die wir uns holen, wenn wir in der Kraft sind, helfen später, wenn wir Phasen der Bedürftigkeit durchleben.

 

Denkst du: „ich habe ohnehin schon mit meinem inneren Kind gearbeitet. Das ist schon geheilt.“?

Während es oft stimmt, dass ein bestimmter Kind-Anteil keine Aufmerksamkeit mehr benötigt, weil er integriert ist, zeigt sich das innere Kind vielleicht einmal als 3- und einmal als 5-Jähriges. Einmal mit einem Mutter- und dann wieder mit einem Vaterthema. Deshalb kann es sein, dass das Leben dich auffordert, mehrmals zum inneren Kind hinzuschauen.

 

Die Arbeit mit IBP und die Auseinandersetzung mit dem Prinzip Sonnenkind und Schattenkind kann nicht nur für Ängste, sondern auch für alle anderen Lebensthemen angewendet werden.

 

Ein Beispiel: Mario wird oft wütend, wenn seine Partnerin Susi etwas vergisst, was für ihn wichtig ist. Unlängst vergaß sie beim Einkaufen seinen Lieblingskäse. Daraufhin ist er richtiggehend ausgeflippt. Susi verstand die Welt nicht mehr. Für sie fehlte einfach nur der Käse. Aber für Mario war scheinbar alles anders. Was war passiert?

 

Mario ist sich nicht darüber im Klaren, dass es sein inneres Kind ist, das sich von Susi nicht beachtet und respektiert fühlt, wenn sie den Käse vergisst. Er ist sich nicht bewusst, dass der Grund eine tief liegende Verletzung aus der Vergangenheit ist. In diesem Fall der Umstand, dass seine Eltern seine Wünsche als Kind nicht ernst genommen haben. Susi streute nur Salz in diese Wunde.

 

Er kann erst seine Gefühle und sein Verhalten beeinflussen, wenn er den Zusammenhang versteht. Dann wird er nicht mehr von seinem inneren Kind gesteuert.

 

Seine derzeitigen, ihn behindernden Glaubenssätze könnten lauten: „Ich bin nicht wichtig“ oder „Ich komme immer zu kurz“. Folglich interpretiert er die Situation mit „Susi liebt mich nicht genug und nimmt meine Gefühle nicht ernst“. Die Kombination: Glaubenssatz + Interpretation der Wirklichkeit + Gefühl + Verhalten führt bei Mario zu Wut. Gefühle wie Angst, Wut, Einsamkeit - aber auch Gefühle der Leere, das heißt die Abwesenheit von Gefühlen - kommen so blitzschnell, dass wir gut in der Selbstbeobachtung bleiben müssen, um uns bewusst so machen, dass diese Probleme möglicherweise aus unserer Vergangenheit stammen. Wenn wir sie lösen wollen, müssen wir hinschauen.

 

Gerne begleite ich dich energetisch oder auch mit Shiatsu, wenn du in einen Prozess des inneren Kindes kommst, der dich blockiert.

 

Bereits im letzten Heft „Innen und Außen“ habe ich über das Nachnähren geschrieben. Quasi als Fortsetzung davon finde ich Folgendes ganz essenziell: Holen wir uns die Zuwendung, die wir als Kinder gebraucht hätten. Holen wir nach, was wir bis jetzt versäumt haben.

 

Literatur:

- IBP + Gute Eltern Botschaften: http://www.werden-und-sein.ch/coaching/botschaften.php

 

- Sonnenkindes und Schattenkind: Stephanie Stahl: „Das Kind in dir muss Heimat finden: Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme“

Inneres Lächeln - eine Meditation für neue Kraft und Gesundheit

Es gibt ein altes chinesisches Sprichwort, das besagt: Triffst Du jemanden, der kein Lächeln hat, schenke ihm Deines.

 

Du sitzt auf einer Stuhlkante mit aufrechtem Oberkörper. Du schließt die Augen und legst die Hände übereinander (die Meditation ist natürlich auch in jeder anderen Position möglich).

Du siehst vor Dir eine lächelnde Sonne.

Die Sonne lächelt Dich an und Du lächelst zurück.

Indem Du die Mundwinkel hebst, wirst Du Dir Deiner lächelnden Energie bewusst.

Du nimmst diese lächelnde Energie in Dein Inneres und bringst sie zu Deinem Sexualzentrum.

Von dort bringst Du sie zu Deiner Thymusdrüse.

Sie geht weiter zu Deinem Roten Herzen. Du spürst wie Ungeduld und Hast aus Deinem Herzen ausziehen und Liebe, Freude, Respekt und Ehre einziehen.

Du lächelst in Deine beiden Weißen Lungen. Du spürst, wie Trauer die Lungen verlässt und dafür Mut und Rechtschaffenheit einziehen.

Die lächelnde Energie geht nun weiter in die grüne Leber und Du spürst, wie Ärger die Leber verlässt und wie Freundlichkeit und Weite in die Leber einziehen.

Die lächelnde Energie geht nun weiter in die gelbe Milz. Du fühlst, wie Kummer und Sorgen die Milz verlassen und Offenheit und Fairness in die Milz einziehen.

Die lächelnde Energie geht nun weiter in die blauen Nieren. Du fühlst, wie Furcht und Angst die Nieren verlassen und Sanftheit einzieht.

Nun verbindest Du die Organe mit den Sinnesorganen.

Du hörst mit den Ohren das Blau in Deinen Nieren

Du schmeckst mit der Zunge das Rot in Deinem Herzen

Du siehst das Grün der Leber mit Deinen Augen

Du fühlst das Gelb der Milz mit Deinen Lippen

Du riechst das Weiß in den Lungen mit Deiner Nase

Nun sammelst Du die lächelnde Energie in Deinem Nabel

Männer

legen die rechte Hand auf den Nabel und die linke Hand darüber und kreisen 36 x mit dem Uhrzeigersinn, dann 24 x gegen den Uhrzeigersinn

Frauen

legen die linke Hand auf den Nabel und die rechte Hand darüber und kreisen 36 x gegen den Uhrzeigersinn, dann 24 x mit dem Uhrzeigersinn

 

Du reibst die Hände und sammelst das Chi in den Händen

Du öffnest die Augen und reibst

Deine Stirn

Deine Augen,

Deine Wangen,

klopfst auf das Kiefergelenk, den Oberkiefer, den Unterkiefer,

massierst den Hals,

streichst in der Herzgegend,

klopfst auf den Thymus, auf die Lungengegend, auf die Leber und die Milz.

Du stehst auf,

- klopfst sanft hinten auf Deine Nieren

- klopfst 3x Deine Beine entlang (außen nach unten und innen nach oben)

ICH WÜNSCHE EINEN SCHÖNEN TAG! Und denk daran, immer im Lächeln zu bleiben!

 

Und auch das solltest Du ausprobieren: "When you feel lonely, give a smile to a stranger" (Wenn Du einsam bist, lächle einem Fremden zu!) - Zitat: Ricky Moore

Aus Fehlern lernen

Kapitel 1

Ich gehe eine Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich falle hinein.

Ich bin verloren… ich bin hilflos.

Es ist nicht mein Fehler.

Es dauert eine Ewigkeit, bis ich herausgefunden habe.

 

Kapitel 2

Ich gehe die gleiche Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich tue so, als sähe ich es nicht.

Ich falle wieder hinein.

Ich kann nicht glauben, wieder am gleichen Ort zu sein.

Aber es ist nicht mein Fehler.

Es dauert immer noch lange, bis ich herausgekommen bin.

 

Kapitel 3

Ich gehe die gleiche Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich sehe, dass es da ist.

Ich falle trotzdem noch hinein… es ist die Gewohnheit.

Meine Augen sind offen.

Ich weiß, wo ich bin.

Es ist mein Fehler.

Ich komme sofort heraus.

 

Kapitel 4

Ich gehe die gleiche Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich umgehe es.

 

Kapitel 5

Ich gehe eine andere Straße entlang.

Lebe jetzt die Fragen

Habe Geduld gegen alles Ungelöste

in deinem Herzen und versuche,

die Fragen selbst liebzuhaben

wie verschlossene Stuben und wie Bücher,

die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.

 

Forsche jetzt nicht nach den Antworten,

die dir nicht gegeben werden können,

weil du sie nicht leben kannst.

Und es handelt sich darum, alles zu leben.

 

Lebe jetzt die Fragen.

Vielleicht lebst du dann allmählich,

ohne es zu merken,

eines Tages in die Antwort hinein.

 

Rainer Maria Rilke

Selbstverantwortung übernehmen als Maßnahme für die Psychohygiene

Meist merkt man es bei anderen, aber es fällt uns kaum auf, wenn es uns selbst betrifft: Wir machen die Umwelt verantwortlich, statt unsere eigene Rolle in unserem Leben anzuschauen. Für die Selbsthygiene empfiehlt Veit Lindau, die folgende Vereinbarung handschriftlich festzuhalten, eventuell anzupassen und zu ergänzen. Erst dann unterschreiben, wenn du wirklich dafür bereit bist. Du kannst sicher sein, dass dein Unterbewusstsein diesen Akt der Bereitschaft sehr aufmerksam registriert. Danach die Vereinbarung an einem gut sichtbaren Ort positionieren.

Vereinbarung mit mir selbst

Michael Reiterer, nach Veit Lindau aus „Liebe radikal“

Ich, ………………………, bin der wichtigste Mensch in meinem Leben. Deshalb bin ich bereit, die folgende Vereinbarung mit mir selbst einzugehen:

  • Ich übernehme die volle Verantwortung für das Erblühen meiner zwischenmenschlichen Beziehungen.
  • Ich übernehme die volle Verantwortung für meine Gefühle, Gedanken und Handlungen.
  • Ich übernehme die volle Verantwortung dafür, klar herauszufinden, was ich wirklich will. Für die Verwirklichung meiner Ziele will ich andere Menschen finden, die Lust haben, das gemeinsam real zu kreieren.
  • Ich übernehme die volle Verantwortung dafür, auf Menschen zuzugehen, die mich achten und schätzen.
  • Ich übernehme die volle Verantwortung dafür, an jenen Situationen, die mir schaden, schnell etwas zu verändern.
  • Ich finde heraus, was mir wirklich guttut, und schenke dies mir regelmäßig.
  • Ich bin bereit, tiefe Freude und Erfüllung in meinen Beziehungen zu erfahren.
  • In meinen Beziehungen öffne ich mich für Heilung auf körperlicher, emotionaler, geistiger und seelischer Ebene. Ich bin bereit, mich dafür zu verändern.
  • Ich bin bereit, ein waches Leben im Einklang mit meinen innersten Werten zu führen.
  • Ich vereinbare mit mir selbst, dass ich mit mir liebevoll und achtsam umgehe.
  • Ich erforsche meine Bedürfnisse auf körperlicher, emotionaler, geistiger und seelischer Ebene und übernehme die volle Verantwortung für deren Erfüllung.
  • Wenn ich menschliche Unvollkommenheiten in mir erkenne, bin ich bereit, ihnen mit Humor und sanftem Mitgefühl zu begegnen. Ich vergebe mir meine Fehler und korrigiere sie so rasch wie möglich.
  • Ich schenke mir Liebe in Form von Freundlichkeit, gutem Essen, einer ausreichenden Menge Schlaf, frischer Luft und Bewegung.

Diese Vereinbarung mit mir selbst tritt heute ……………………… in Kraft.

 

Unterschrift: ………………………

Ayurveda Kurzinfo

Das Feuer in unserem Körper

Das Pitta-Dosha steht für die Elemente Feuer und Wasser – ein scheinbarer Gegensatz, aber doch in einer Energie vereint. Denn Pitta, wörtlich übersetzt Galle, beschreibt das Prinzip der Wandlung, des Stoffwechsels in unserem Körper, das Feuer der Verdauung. Eine Menge guter Eigenschaften kennzeichnen Pitta-dominierte Menschen. Sie gelten als dynamisch, intellektuell leistungsfähig und strukturiert im Denken und Handeln. Aber es gibt auch eine Schattenseite.

 

Sind Sie ein Pitta-Typ?

 

Ein Ayurveda-Typentest, durchgeführt von einem auf Naturheilkunde spezialisierten Arzt oder Lehrer, schafft genauere Erkenntnisse darüber, ob möglicherweise das Pitta-Dosha in ungesunder Weise verstärkt oder zu schwach ausgeprägt ist. Es gibt außerdem verschiedene Selbsttests im Internet, die aber eigentlich nicht mehr tun, als charakteristische körperliche Merkmale oder Verhaltensweisen abzufragen. Zum gleichen Ergebnis wie solche Tests würden Sie kommen, wenn Sie die Eigenschaften der drei Doshas auf Info-Portalen wie http://www.ayurvedatrends.com verfolgen und gedanklich abhaken, was auf Sie zutrifft. Sie werden schnell erkennen, dass Sie Elemente von Pitta in sich tragen, ebenso aber von Vata und Kapha. Entscheidend für Vorbeugung und Heilbehandlung ist das Einhalten der Gewichtung, die nach dem Verständnis von Ayurveda bei der Geburt in Idealform gegeben war und erst später durch Lebensstil und Umwelt ins Ungleichgewicht geraten kann.

 

Immer mit der Ruhe

 

Äußerlich ist ein Pitta-Mensch wenig auffällig. Er ist typischerweise mittelgroß und normalgewichtig, eher sportlich und muskulös. Seine wachen Augen können die Dynamik in seinem Auftreten unterstreichen. Aber gerade hier finden sich oft erste Anzeichen einer Pitta-Störung, die übrigens auch bei ausgeprägten anderen Doshas auftreten kann. Sind die Augen gerötet und der Blick stechend, kann dies seine Ursache in einer unerwünschten Pitta-Dominanz haben. Für seine Umwelt wird dieser Mensch zur Plage. Leistungsfähigkeit artet aus in Perfektionismus, und den weniger leidenschaftlichen Typen begegnet er mit Ungeduld und Gereiztheit. Bevor daraus Magengeschwüre und vorzeitiger Haarausfall werden, sollten Sie mit einem Ayurveda-Arzt über mögliche Gegensteuerung durch Ernährungsumstellung oder eine Kur sprechen. Es hilft aber viel, einfach selbst das Tempo zu reduzieren.