Häufige Fragen zu Shiatsu

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FAQ Shiatsu

Was ist Shiatsu? Wie wirkt Shiatsu? Hier gibt's detaillierte Informationen über die Shiatsu-Behandlungen. Dieser Informationsblock wird regelmäßig ergänzt - schauen Sie demnächst wieder rein! Es lohnt sich!

 

Shiatsu - warum?

Hier einige gute Gründe, warum Sie sich eine Shiatsu-Massage gönnen sollten:

  • stärkt das Immunsystem
  • unterstützt die Regeneration z.B. nach Unfällen, Krankheiten
  • reguliert den Blutdruck und den Puls
  • fördert guten Schlaf
  • erhöht die Konzentrationsfähigkeit
  • reduziert starke Kopfschmerzen und Migräne
  • hilft bei Verspannungen und Beschwerden des Bewegungsapparates z.B. Hexenschuss, Ischias, Kreuzweh, Schulter- und Nackenschmerzen
  • hilft auch innerlich zu entspannen und reduziert den mentalen Stress
  • hilft bei Erschöpfung und kann einem Burn-out vorbeugen
  • stärkt die Muskulatur und fördert die Durchblutung
  • hilft außerdem bei depressiven Verstimmungen, Verdauungsproblemen, Zyklusbeschwerden z.B. unregelmäßiger Menstruation, starken Blutungen
  • hilft hyperaktiven und konzentrationsschwachen Kindern 
  • steigert die Sensibilität und Wahrnehmung für die Bedürfnisse des eigenen Körpers

Shiatsu - wie läuft eine Behandlung ab?

  • bekleidet
  • auf einer weichen Matte am Boden
  • bzw. beim Sesselshiatsu und bei körperlichen Einschränkungen auf einem Massagetisch oder einem speziellen Sessel
  • mit sanftem bzw. sattem Druck mit Daumen, Handballen, Ellenbogen, Knie, Füßen
  • durch Dehnen, Strecken, Abklopfen
  • unter Anwendung ergänzender Methoden wie Faszienbehandlungen, Techniken aus der craniosakralen Therapie, Akupressur, Schröpfen, Moxibustion und vielem anderen

Shiatsu - wie wirkt es?

 

Das Qi als Schnittstelle zwischen Körper, Seele und Geist

 

Qi - wie im Wort QiGong - ist auch in der Schreibweise Chi - wie in Tai Chi - oder Ki - wie in den Wörtern Aikido oder Reiki - bekannt. Qi steht in der TCM für eine Lebenskraft, die vergleichbar ist mit jener Energie, die bei uns in Europa auch Äther genannt wird, in Indien Prana, bei Wilhelm Reich Orgon, und Karl von Reichenbach nannte sie Od.

 

Kurzum - das Qi ist die alles durchdringende, universell-kosmische Energie.

 

Sie zeigt sich in verschiedenen Formen, unter anderem dem Ying Qi (=Nähr Qi), dem himmlischen oder Tai Qi, dem Wei Qi oder Abwehr-Qi usw. Es wird unterschieden zwischen dem angeborenen Qi und dem erworbenen Qi, das wir beispielsweise über die Atmung und unsere Ernährung, aber auch durch gesunden, regelmäßigen Schlaf aufnehmen.

 

Im Shiatsu interessiert uns besonders die Lebensenergie, wie sie im Körper fließt und wie sie alle seelischen, körperlichen und geistigen Aspekte entstehen lässt und auch aufrechterhält und verändert. Das Qi fließt durch die Meridiane bzw. Leitbahnen des Körpers. (Hier unten gibts eine detaillierte Beschreibung der Meridiane.)

 

Diese Meridiane sind bestimmten Funktionskreisen/Organsystemen zugeordnet. Das kann man spüren: Das Qi hat im Lungenmeridian eine andere Energie als beispielsweise das Qi in der Leitbahn der Gallenblase.

 

Im gesunden Menschen kann das Qi frei und ausreichend durch die Leitbahnen fließen. Vor Shiatsu-Behandlungen wird durch verschiedene Diagnosemethoden festgestellt, ob dieser Fluss frei ist oder gestaut und wo zuviel bzw. wo zuwenig Qi spürbar ist. Abgesehen von der Diagnose durch Befragung der Klient/innen und Betrachten, wird vor allem über das Hara und den Rücken sowie die Zunge (auf Bauch Rücken und Zunge gibt es sehr verlässliche Diagnosezonen für die einzelnen Funktionskreise des Menschen) bzw. manchmal über den Puls.

 

in der Shiatsu-Behandlung selbst ist es das Ziel, den freien Fluss des Qi wieder herzustellen. Das Qi muss gut zirkulieren können.

 

Dabei interessieren uns nicht nur Punkte oder Tsubos, die in der Akupunktur genadelt werden, sondern die Meridiane insgesamt, mit all ihren Verlängerungen und Verästelungen, also ihren inneren und äußeren Verläufen. Durch sanftes Dehnen und Strecken sowie leichten Druck wird oft mehr erzielt als durch kräftiges Kneten, das wir von klassischen Massagetechniken kennen.

 

Das Ergebnis: Das Qi fließt wieder gleichmäßig durch die Meridiane und Tsubos - Fülle und Leere werden ausgeglichen. Das merkt nicht nur der Körper, sondern auch die Gefühlswelt - die Emotionen sowie Stimmungen - und die Gedankenwelt auf wundersame Weise. 

Die Meridiane im Detail

 

Die Hauptmeridiane sind die Hauptstraßen der Informationsübermittlung vom Ganzen zu den einzelnen Bereichen des lebendigen Menschen wie auch vom Einzelnen zum Ganzen.

 

Nach der Vorstellung der Fernöstlichen Medizin TCM sind die Meridiane die Manifestationen jeweils eines energetischen Organs. Man unterscheidet 12 verschiedene Meridiane bzw. energetische Organe. 

 

[Von diesen Hauptmeridianen ausgehend breiten sich Hauptäste immer stärker verzweigend im ganzen Körper aus und erreichen mit ihren feinsten Verästelungen letztlich jede Zelle des Körpers]. Die 12 Meridiane tragen alle Namen anatomisch-physiologischer Organe (mit Ausnahme vom Dreifachen Wärmer), mit denen sie in einer besonderen Beziehung stehen, wie z.B. Magen, Herz oder Niere. Ihre Bedeutung geht jedoch weit über die Funktion der körperlichen Ebene hinaus. Letztlich stellen sie verschiedene Schwingungsebenen dar, in denen sich der körperliche, seelische und geistige „Körper" des Menschen manifestiert.

 

Meridiane sind nicht identisch mit dem energetischen Organ. Sie sind lediglich Bereiche, in denen deren Schwingungsqualität und -information sich im Körper verstärkt aufbaut, weshalb sie auch hier leichter wahrgenommen werden kann. Wir müssen davon ausgehen, dass letztlich jede Körperzelle die Informationen aller 12 Organ-Schwingungsebenen in sich trägt.

 

Die Arbeit mit Meridianen im Shiatsu, Do-In oder Meridian-Stretching kann zu einem wesentlichen Instrument werden, weil die Informationen des energetischen Organs unter anderem auch in den Meridianen transportiert werden. Was wir als Blockaden oder Deformation wahrnehmen, sind essentielle Informationen des Ganzen an die Teilbereiche mit dem Ziel, das dynamische Gleichgewicht des Ganzen zu erhalten.

Blockaden oder Unterbrechungen im Fluss eines Meridians sind Ausdruck eines Systems, dass momentan keine ökonomischere Lösung für ein bestehendes Problem kennt als die Einschränkung des Ki-Flusses (z.B. Schmerzen in der Schulter, weil dort gerade das Ki stagniert). Durch die Verbesserung des Flusses im Meridian und eine Beeinflussung der Schwingungsqualität können evtl. bessere Lösungsmöglichkeiten angeboten werden. Darin liegt die Bedeutung der Arbeit mit Meridianen im Shiatsu, ebenso der Selbstmassage und Dehnungen im Do-In.

 

Die Funktion der Meridiane

 

Die zwölf Meridiane in den sechs Yin-Yang-Paaren sind verantwortlich für sechs Basisfunktionen, denen ihrerseits zwölf Grundfunktionen zugeordnet sind. Sechs der Grundfunktionen werden mit sechs Yang-Meridianen und deren Organen in Verbindung gebracht, die sich auf die oberflächlicheren Körperschichten beziehen. Die anderen sechs Grundfunktionen werden mit sechs Yin-Meridianen und deren Organen in Zusammenhang gebracht, deren Lage sich mehr im Inneren des Körpers befindet.

 

Lungen- und Dickdarm-Meridian kontrollieren den Austausch von Ki und die Ausscheidung, während der Herz-Kreislauf- und der Dreifacher-Wärmer-Meridian für Zirkulation und Schutz sorgen. Diese vier Meridiane interagieren mit der äußeren Umgebung.

 

Milz- und Magen-Meridian korrespondieren mit Nahrungsaufnahme und Verdauung, während Leber- und Gallenblasen-Meridian die Speicherung und Verteilung von Energie und Nährstoffen kontrollieren. Diese vier Meridiane halten die inneren und äußeren Körperstrukturen aufrecht und wirken in Verbindung mit körperlicher Bewegung.

Herz- und Dünndarm-Meridian sind verantwortlich für Integration und Umwandlung, während Nieren- und Blasen-Meridian den Grad der Vitalität beeinflussen und die Essenz reinigen. Diese vier Meridiane koordinieren die Funktionsfähigkeit verschiedener Organe.

 

Der Verlauf des Energieflusses durch diese zwölf Meridiane nimmt seinen Anfang im Lungen-Meridian und verläuft über Dickdarm-, Magen-, Milz-, Herz-, Dünndarm-, Blasen-, Nieren-, Herz-Kreislauf-, Dreifacher Wärmer, Gallenblasen- und Leber-Meridian.

 

Lungen- und Dickdarm-Meridian

 

Der Lungen- und der Dickdarm-Meridian stehen in Verbindung mit Austausch und Ausscheidung. Das heißt Interaktion mit der Umgebung, Aufnahme von Ki (Energie) sowie Absonderung jener Substanzen, die nicht gebraucht werden. Zwischen diesen beiden Meridianen besteht ein Yin-Yang-Verhältnis, da die Lungen die feine Essenz der Luft aufnehmen, während der Dickdarm gröbere Stoffe verarbeitet.

 

Beide Meridiane liegen dicht unter der Körperoberfläche, weil sie eine aktive Funktion im Austausch von Energie mit der Umwelt erfüllen. Störungen dieser Meridiane machen sich im Allgemeinen zuerst auf der Haut oder in der Nase bemerkbar.

 

Lunge und Dickdarm werden auch mit dem Weiß des Auges, mit der Kehle, dem Darmausgang, der Hautatmung und den Poren (Schweißabsonderung) in Verbindung gebracht. Die Lunge nimmt das vitale Ki aus der Umgebung auf, verfeinert und verteilt es, um das adaptive Reaktionsvermögen der Körpers zu aktivieren. Am deutlichsten manifestiert sich diese Funktion beim Atmen, dem Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid.

 

Störungen am Lungen-Meridian sind häufig von Depressionen und mühsamerem Atmen begleitet. Die Spannkraft lässt nach, man fühlt sich schnell überfordert. Man neigt zur Melancholie und meidet andere Menschen. Atemwegserkrankungen wie Husten, Erkältung, Asthma oder Bronchitis werden dem Lungen-Meridian zugeschrieben.

 

Zuständigkeiten des Lungen-Meridians: Er regiert das Ki und die Leitung der Atmung, die Energie geht nach unten und verteilt sich im Körper (Ki zirkuliert und verteilt dadurch auch die Flüssigkeiten im Organismus), außerdem kontrolliert er die Oberfläche des Körpers für Haut und Körperbehaarung, öffnet sich zur Nase. 

 

Der Dickdarm unterstützt die Lunge, verarbeitet die Nahrung und scheidet die unverdaulichen Reste aus. Diese Prozesse dienen dem freien Fluss des Ki.

 

Bei Störungen des Dickdarm-Meridians, fällt es schwer sich emotionale Erleichterung zu verschaffen. Da diese Tendenz häufig mit Kurzatmigkeit einhergeht, wird sie bei Bewegungsmangel noch verstärkt. Das führt zu Symptomen wie Verstopfung, Kältegefühl in den Extremitäten (mangelnde Durchblutung) und Blutandrang im Kopf (heißer Kopf und Benommenheit). Bei Stockungen am Dickdarm-Meridian neigt man zu Antriebslosigkeit und wenig Lust zu körperlicher Betätigung, wodurch die Aufnahme und Abgabe des Ki weiter eingeschränkt wird. Dieser Zustand kann zu Atemwegserkrankung führen, die Nase, Hals, Mandeln und Luftröhre betreffen. Weitere Symptome sind Schüttelfrost und Auskühlung des Unterbauchs sowie Durchfall oder Hämorrhoiden.

 

Zuständigkeiten des Dickdarm-Meridians: Er ist für die Extraktion aus Nahrungsresten zuständig, die Ausscheidung des Verbrauchten, er kontrolliert Zahnfleisch und Oberkiefer und steht für Intuition und Instinkt (den richtigen „Riecher" haben).

 

Milz- und Magen-Meridian

 

Milz- und Magen-Meridian stehen mit den Funktionen der Nahrungsaufnahme und des Stoffwechsels, zu dem auch die Assimilation (Umwandlung von Nahrung in körpereigene Stoffe unter Energieverbrauch) gehört, in Verbindung. [In der westlichen Physiologie übernimmt der Dünndarm die Aufgabe, Nahrung in kleinere, assimilierbare Bestandteile zu zerlegen]. „Milz" in dem Ausdruck Milz-Meridian bezeichnet heute auch die Bauchspeicheldrüse. Traditionell gesehen ist die Milz ein Synonym für alle Organe, die Sekrete mit Verdauungsenzymen produzieren (Magen, Gallenblase, Dünndarm, Mund).

 

Ist der Milz-Meridian aus dem Gleichgewicht geraten, neigt man dazu, sich zu viele Sorgen zu machen. Außerdem ist man dauernd hungrig, wird ruhelos, isst zu schnell und verschafft sich nicht genügend Bewegung. Man bekommt Appetit auf Süßigkeiten und isst häufig Zwischenmahlzeiten. In Folge wird man schnell schläfrig und verspürt den Wunsch sich hinzulegen. Flüssigkeitsansammlungen wie Ödeme oder Cellulitis werden ebenso der Milz zugeordnet.

 

Zuständigkeiten des Milz-Meridians: gewinnt Ki aus der Nahrung, die Richtung der Milz (-Pankreas) Energie geht nach oben; hält die Organe an ihrem Platz, er ist Herrscher über alle Flüssigkeiten im Körper (Transport der Körperflüssigkeiten), er ist für die Kontrolle des Blutes (Blutbildung zusammen mit den Nieren; hält das Blut in den Bahnen) zuständig sowie für Muskeln und Extremitäten, er öffnet sich zum Mund

 

Der Begriff „Magen" in Magen-Meridian umfasst den gesamten Verdauungstrakt von den Lippen über die Mundhöhle, die Speiseröhre, den Magen und Zwölffingerdarm bis zum oberen Teil des Dünndarms. Der Magen fördert die Funktionen dieser Organe und ist daher mit Essen, Bewegung, Erzeugung von Körperwärme sowie bei Frauen mit der Fortpflanzung verbunden. Der Magen steuert den Appetit, die Milchbildung und die Funktion der Eierstöcke zu einem gewissen Grad.

 

Ist der Magen-Meridian in seiner Funktion gestört, entwickelt man häufig einen sehr launischen und wählerischen Appetit. Wird zuviel gegessen, so kommt es zu Aufstoßen, Sodbrennen und Völlegefühl. Wunde Mundwinkel sind ein Zeichen von Entzündungen der Magenschleimhaut, und ähnliche Reizungen treten auch entlang des Magen-Meridians auf. Die Magengrube wird hart und löst dadurch Schmerzen im Herzbereich aus.

 

Zuständigkeiten des Magen-Meridians: die Richtung der Magen-Energie geht nach unten; er nimmt die Nahrung auf und kontrolliert die Extraktion, er garantiert die Milchbildung, garantiert den Geschmack, zeigt sich in der Oberlippe und der Schleimhaut des Mundes

 

Herz- und Dünndarm-Meridian

 

Aus der Sicht der modernen Anatomie und Physiologie besteht zwischen Herz und Dünndarm kaum ein Zusammenhang. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM mag der Zusammenhang darin liegen, dass unser emotionales Empfinden sowohl mit dem Herzen, als auch mit dem Unterbauch in Verbindung steht. Das Herz wird von alters her als Sitz der Seele (Shen-Bewusstsein) angesehen. Doch Gefühlsausbrüche oder Schocks lösen auch im unteren Bereich des Bauches (=Hara) Reaktionen aus. Weiters hat der Dünndarm die Funktion, Nahrung in eine für den Körper verwertbare Form zu bringen und diese wird schließlich über das Blut dem Körper zur Verfügung gestellt. Der Herz-Meridian bewirkt die Einordnung externer Reize, die auf den Organismus eingehen, und steuert die Körperreaktion darauf.

Deshalb nehmen Herz- und Dünndarm-Meridian eine zentrale Position im Körper ein und können mit den Funktionen Umwandlung und Aufnahme beschrieben werden.

 

Störungen des Herz-Meridians sind mit nervösen Spannungen verbunden, die durch Schock oder Ermüdung entstehen und als Verhärtung des Solarplexus auftreten. Das Blut steigt eventuell zu Kopf und man bekommt feuchte Handflächen. Stottern, Kurzatmigkeit, Herzklopfen sowie Schlafstörungen werden ebenso dem Herz-Meridian zugeordnet.

 

Zuständigkeiten des Herz-Meridians: Blut und Blutgefäße, Sitz des Shen (Bewusstseins), zuständig für den Schweiß, er öffnet sich zur Zunge hin.

 

Die Funktion des Dünndarms ist, Nahrungsmittel in Nährstoffe umzuwandeln, damit Blut und Gewebe gebildet werden können. Dadurch kontrolliert er den gesamten Körper. Der Dünndarm-Meridian unterstützt auch den Herz-Meridian, indem er das Ki im Bereich des Hara reguliert und somit Ruhe und Ausgeglichenheit herstellt. Er trennt Brauchbares von Unbrauchbarem bzw. Reines von Unreinem auf körperlicher sowie geistiger Ebene.

 

Störungen des Dünndarm-Meridians stehen in Beziehung zu unterdrückten Emotionen. Solche Zustände können zu Stauung des Energieflusses im Nacken- und Schulterbereich führen (Meridian-Verlauf). Störungen der Darmbewegung werden häufig durch ungenügende Verdauung hervorgerufen. Das kann zu Völlegefühl in der Oberbauchregion oder auch zu Durchfall führen.

 

Zuständigkeiten des Dünndarm-Meridians: Trennung von Reinen und Unreinen, er beschützt und entlastet das Herz, verschafft dem Menschen Klarheit, regiert über Sprache und Verständnis

 

Nieren- und Blasen-Meridian

 

Nach der Medizin des Westens besteht die Hauptfunktion der Nieren in der Harnbildung, sie stellen jedoch auch einen homöostatischen (selbstregulierenden) Ausgleich der Körperflüssigkeiten her. Gleichzeitig befreien sie den Körper von Giftstoffen und regulieren die Zufuhr von Stoffwechselprodukten an die Organe. Die Chinesische Medizin TCM weist den Nieren und der Blase auch die Funktionen der Nebennieren, des vegetativen Nervensystems sowie der Geschlechtsorgane zu. Neben der Leber erachtet man die Nieren als die wichtigsten Organe überhaupt. Ihnen wird die Steuerung der lebenserhaltenden Energie im ganzen Körper zugeschrieben (Sitz der angeborenen Energie). Somit erfüllen die Nieren und die Blase gemeinsam die Funktion, Lebensenergie bereitzustellen und Körperflüssigkeiten zu reinigen. Die Nieren steuern das Hormonsystem, das schließt die Sexualhormone und die Reaktion auf Stress (Nebennieren) mit ein. Außerdem reinigen die Nieren das Blut, indem sie Giftstoffe isolieren und ausscheiden. Nieren- und Blasen-Meridian sind traditionell den Knochen, Knochenmark und Gehirn, sowie dem Kopfhaar, Augenbrauen und Zähnen zugeordnet.

 

Störungen des Nieren-Meridians stehen mit psychischen Symptomen wie Phobien, extremen Angstzuständen und Schreckhaftigkeit in Verbindung. Oft weisen betroffene Menschen einen Hang zu zwanghaftem Arbeiten auf, lassen es aber an Durchhaltevermögen fehlen. Äußerlich kann die Haut dunkel erscheinen, wird schlaff und schwillt leicht an. Häufig fühlen sich der Unterbauch und der Rücken kalt an, ebenso wie die Knie und die Füße.

 

Zuständigkeiten des Nieren-Meridians: Speicherung der Essenz (der angeborenen Energie) für die Wasserregulation und die Ausscheidung, er ist zuständig für Fortpflanzung und Wachstum (Potenz und Fruchtbarkeit), für Knochen und Zähne, Augenbrauen und Kopfhaare; der Meridian öffnet sich zu den Ohren hin

 

Über die Hypophyse, die funktionell in das gesamte endokrine System eingebunden ist, beeinflusst der Blasen-Meridian die Tätigkeit des vegetativen Nervensystems. So steuert er die Fortpflanzungsfunktionen und die Gebärmutter sowie diejenigen Organe, die flüssige Abfallprodukte nach der Filtration (Reinigung) der Körperflüssigkeiten sammeln und ausscheiden.

 

Störungen des Blasen-Meridians sind mit starken nervösen Spannungen und einer Neigung zur Überreaktion verbunden. Die Rückenmuskulatur ist verhärtet, während sich der Lendenwirbelbereich gleichzeitig sehr schwach anfühlt. Schmerzen an den inneren Augenwinkeln und Kopfschmerzen (vom Hinterkopf bis zur Nasenwurzel) können auftreten. Rückenverspannungen oder Kältegefühl vom Unterbauch ausgehend zu den Beinen sind keine Seltenheit, ebenso wie häufiges Harnlassen oder Blasenentzündung.

 

Zuständigkeiten des Blasen-Meridians: für die Ausscheidung unnötiger Körperflüssigkeiten, er herrscht über die gesamte Wirbelsäule und das Zentralnervensystem, er regiert die Rückseite des Körpers, er ist Verwalter der täglich benötigten Basisenergie

 

Herz-Kreislauf- und Dreifacher-Erwärmer-Meridian

 

Der Wille des herrschenden Organs, des Herzens, wird vom Herz-Kreislauf-Meridian in den gesamten Körper getragen, während die Nährstoffe, die vom Dünndarm aufgenommen wurden, durch den Dreifacher-Erwärmer-Meridian in jeden Winkel des Körpers transportiert werden. Der Körper wird dadurch wieder aufgeladen und mit Vitalität angefüllt, so dass er sich schützen kann. Somit sind diese beiden Meridiane entscheidend an Kreislauf und Abwehr beteiligt. Den Herz-Kreislauf-Meridian, der die Koordinationsfunktion des Herzens unterstützt, muss man auch in Verbindung mit dem zentralen Kreislauf sehen, einschließlich des Herzens, der Aorta und aller großen Arterien und Venen, wie auch der Lymphdrüsen. Im Gegensatz zum Herz-Kreislauf-Meridian, der mit dem Lungenkreislauf im Zusammenhang steht, kontrolliert der Dreifache-Erwärmer-Meridian den Körperkreislauf und den Lymphfluss. Er steht ebenfalls eng in Verbindung mit der Haut. In der klassischen chinesischen Medizin wird der Körper in drei Zonen aufgebaut - den Oberen-, Mittleren- und Unteren-Wärmer. Ein „Erwärmer" ist ein Bereich, in dem Wärme produziert wird (ein Zentrum von Stoffwechselaktivitäten). Folglich stellt der Dreifacher-Wärmer-Meridian auch eine traditionelle Einteilung der Stoffwechselaktivitäten dar, die im oberen, mittleren und unteren Teil des Torsos angesiedelt sind.

 

Bei Unausgewogenheit des Herz-Kreislauf-Meridians können Erschöpfungszustände und Benommenheit auftreten, die durch zu starke Konzentration oder zu lange Arbeit in gleicher Haltung hervorgerufen wird. Das Blut steigt zu Kopf, während die Extremitäten auskühlen. Es kann zu Pulsrasen, hohem Blutdruck oder Sodbrennen kommen, sowie in ernsteren Fällen zu Angina Pectoris, Symptomen von Schlaflosigkeit, Herzklopfen, Kurzatmigkeit, stechende Schmerzen oder Engegefühl in der Brust.

 

Zuständigkeiten des Herz-Kreislauf-Meridians: Beschützer des Herzens, sorgt für Freude und Aktivität, zuständig für Kreislauf und Herzschlag, Puls, Blutdruck und Durchblutung. 

 

Störungen im Dreifacher-Wärmer-Meridian zeigen sich häufig durch die Unfähigkeit zu einem normalen Umgang mit den Mitmenschen. Das äußert sich in übertriebener Zurückhaltung und in starkem Misstrauen. Dadurch wirkt die Person verkrampft und steif. Betroffene Personen reagieren hypersensibel auf Veränderungen in ihrer Umgebung und werden durch plötzliche Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen beeinflusst. Die Schleimhäute in der Nase und im Hals reagieren extrem empfindlich und die Lymphknoten schwellen leicht an. Häufig treten Allergien oder Erkältungen auf und auch Augen und Rachen werden davon betroffen. Die Haut ist in den meisten Fällen äußerst empfindlich. Diese Personen sind kitzelig, sehr schmerzanfällig und leiden unter Juckreiz. Ekzeme und Nesselsucht sind ebenfalls verbreitet.

 

Zuständigkeiten des Dreifachen-Erwärmer-Meridians: er regiert alle Schutzfunktionen, kontrolliert die Aktivität der drei „Wärmekammern“. 

 

Leber- und Gallenblasen-Meridian

 

Leber- und Gallenblasen-Meridian teilen sich die Funktionen des Speicherns und Verteilens. Sie bestimmen über die Verteilung der Vitalenergie, indem sie lebenswichtige Substanzen zurückhalten oder abgeben.

 

Die Leber speichert Nährstoffe und sichert die Lieferung von Energie, die der aktive Körper benötigt. Sie ergänzt den Blutbedarf und wandelt gefährliche toxische Substanzen um. Die primäre Funktion der Leber besteht darin, die Vitalität des Menschen zu erhalten.

 

Unausgewogenheit des Leber-Meridians werden verbunden mit dem Verlust von Vitalität, abgelöst von kurz aufflackernden Motivationsschüben mit rasch folgender extremer Ermüdung. Schlechte Laune und Geräuschempfindlichkeit sind symptomatisch, ebenfalls Bedrücktheit nach emotionaler Erregung, die sich als Reizbarkeit und in der Neigung schnell aufzubrausen äußert. Als körperliche Merkmale zeigen sich Glanzlosigkeit der Augen, leichte Gelbtönung der Haut und Schwindelgefühl beim Stehen. Es können unerklärbare Minderungen der Libido auftreten sowie Probleme mit der Prostata und den Hoden. Auch kommen Schmerzen am Kreuz- und Steißbein, Hämorrhoiden, Spannungen in den Hüftgelenken und dein Druckgefühl im rechten Hypochondrium (dem Bereich unterhalb der Rippen) vor. Ebenfalls treten Appetitlosigkeit, Brechreiz und Kopfschmerzen auf.

 

Zuständigkeiten des Leber-Meridians: Speicherung des Blutes, regiert die Sehnen, ist eine der Quellen sexueller Energie, öffnet sich zu den Augen hin.

 

Die Gallenblase kontrolliert die Verteilung der Nährstoffe im gesamten Körper und regelt die Menge und Mischung der Verdauungsenzyme und der von der Schilddrüse produzierten Hormone. Die Gallenblase gilt auch als das Organ, das mit Willensäußerungen, Reaktionen oder der Steuerung unserer Handlungen zu tun hat.

 

Bei Störungen des Gallenblasen-Meridians kommt es zu irrationalen Sorgen um Details, Angstzustände sowie Entscheidungsschwäche, die sogar zu Schlaflosigkeit führen kann. Wenn sich Betroffene nicht genug Zeit beim Essen lassen, so dass zu wenig Galle abgesondert wird, führt das zu Verstopfung oder Durchfall. Weitere Symptome sind: Sodbrennen, gelegentliche Übelkeit am Morgen, Magenverstimmung, verspannte Schultern mit zeitweilig stechenden Schmerzen in den Seiten, Krämpfe und Schmerzen im Bereich der Galle oder des Magens, übermäßige Säurebildung oder Geschwüre im Zwölffingerdarm. Symptome des Ungleichgewichts dieses Meridians treten häufig in den Körperseiten auf.

 

Zuständigkeiten des Gallenblasen-Meridians: kontrolliert die Spannkraft der Muskulatur, kontrolliert seitliche Schwankungen, sorgt für Klarheit, Mut und Entschlossenheit (zeigt sich am Glanz des Blickes).


Arbeit an den Faszien

Alternative Bezeichnung: Bindegewebsmassage - Näheres bald hier


Organmassage

Massage von Dickdarm, Dünndarm, Leber, Nieren usw. Näheres bald hier


Schröpfen, GuaSha und Moxen

Diese drei Techniken werden auch noch in der modernen chinesischen Medizin (TCM) häufig angewendet.

  • Schaben oder GuaSha: bei Verkühlung, Verreißen, Ischias, Asthma, allen akuten Erkältungsanzeichen. Mit diesen Methoden stärkt man das Immunsystem.
  • Schröpfen hat in China aber auch im Westen eine lange Tradition. Wirkt wie GuaSha aber tiefer, reguliert den Fluss des Qi, eliminiert äußere Erreger von Bakterien, vermehrt die weißen und roten Blutkörperchen, fördert die Ausscheidung von Giftstoffen (Toxinen), verbessert den Lymphfluss, löst Stauungen in den Gelenken, verbessert die Durchblutung, regt die Verdauung an.
  • Moxa mit Beifußkraut stärkt das Yang, wirkt bei Feuchtigkeit und Kälte, öffnet die Meridiane, wirkt bei Kälte im Unterleib, stärkt die Abwehrkraft, beruhigt, bewahrt die Gesundheit

Meridian-freies Shiatsu am Körper

Näheres bald hier


Hot Stone Massage

Näheres bald hier


Energiearbeit, Einfühlung und Erdung


Schüttel- und Kundalini-Meditation

Schüttelmeditation nach Osho - erst schütteln, dann tanzen und meditieren

Mit dieser aktiven Meditation kannst du dir Ballast von der Seele schütteln. Denn es ist alles im Körper gespeichert und kann befreit werden.

Hier nimmst du dir Auszeit, um wieder Kraft zu tanken, zu dir zu kommen und Spannungen abzuschütteln - Körper, Seele und Geist spüren neue Energien.

Achte darauf, dass du für diese Zeit nicht erreichbar bist. Dann kannst du dich wirklich auf dich selbst voll einlassen. Du wirst bald merken, wie gut diese Meditation tut. Den Raum für dich stelle ich gerne bereit. Die Meditation selbst dauert eine Stunde. Dazu gibt es ausreichend Zeit für Vor- und Nachbereitung.


Meridian-Dehnungen

In Gruppen und einzeln. Diese Dehnungen sind Teil von jeder Shiatsu-Behandlung, sie sind aber auch erlernbar für alle, die alleine etwas für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit tun wollen.


Meditationen

in Stille oder alternativ mit Anleitung. Näheres bald hier.